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Das Tor nach Nordamerika

Vor vielen Jahren strömten Menschen nach Hamburg um von hier aus den Sprung in die Neue Welt in Nordamerika zu wagen. In großen Schiffen überquerten etwa 5 Millionen Menschen den Atlantik von Hamburg aus. Gerade gibt es im Museum BallinStadt dazu eine Ausstellung.

Von ganz solcher Tragweite ist mein erster Besuch in Hamburg nicht, aber ein kleiner Zusammenhang besteht doch: Hier in Hamburg wollte ich meine technische Ausrüstung unter quasi Einsatzbedingungen testen und schauen ob ich auch nichts vergessen habe.
Anfänglich lief alles gut. Kamera und Ton super bei Fährfahrt und Stadtrundgang. Ein bisschen viel auf und abgebaue mit Stativ und Mikrofon, aber das war ja zu erwarten.
Der nächste Test sollte dann neben dem technischen Feinschliff auch ein bisschen Aufschluss über die inhaltliche Ausrichtung der Interviews geben. Gestern traf ich mich dazu mit @alextee im Café Sha in Altona.

Alex ist einer jener Bekannten, die ich schon seit langer Zeit kenne, aber erst dieses moderne Web 2.0 ermöglichte uns gemeinsame Interessen zu erkennen und dadurch wieder mehr in Kontakt zu treten.

Der Test lief gut: Die Kameras funktionierten, wir waren ein wenig unzufrieden mit der Sitzordnung, uns beiden war klar, dass ich mir inhaltlich noch klarer werden müsste, was ich denn von den Interviews erwarte.

Erst nach dem eigentlichen Interview gingen die Probleme los.

Eine der beiden Großaufnahmekameras (meine kleine Ixus IS 85) lieferte ein sehr verrauschtes und nicht brauchbares Bild ab. Das war vor allem deswegen verwunderlich, da sie quasi baugleich ist, wie die Ixus IS 95, welche ein tadelloses Bild produzierte.
Die Bild der Videokamera (Sony HDR-CX550VE) war gestochen scharf, allerdings irritierten sie die Nadelstreifen meines Hemdes. Dazu kam, dass die roten Sessel, auf welchen wir saßen im Bild pochten. Auch dieses Bild ist nicht verwendbar. Das Problem ist einfach zu lösen: Keine gestreiften Sachen anziehen und vor allem kein Rot im Bild. Trail and error.

Das große Problem kam allerdings erst beim Einlesen in Adobe Premiere. Obwohl ich vorher alles nach bestem Wissen eingestellt habe funktionierte gar nichts: Scheinbar kann die Videokamera nur in HD und mit Breitbild aufzeichnen. Lediglich die Qualität des Bildes ist einstellbar. Also hatten wir ein Bild mit 1440×1080 Pixeln. Die anderen Kameras hatten 1280×720 (Canon 500D) und 640×480 (2 mal Ixus).

Das Ende vom Lied war, dass Premiere völlig damit überfordert war, die Pixel schön zu rechnen. Dafür ist eben der Prozessor meines auf Mobilität getrimmten Laptops nicht ausgelegt.

Das bedeutet, dass ich nun eine Woche vor Abflug immer noch mit technischen Fragestellungen zu kämpfen habe und mich nicht um die mindestens so wichtigen Dinge wie Unterkunft und vor allem auch inhaltliche Fragen zu den Interviews kümmern kann.

Aber he: Ist ja noch ne Woche. Und so schlimm, dass ich hier in Hamburg gleich in einen Auswandererdampfer steigen muss um irgendwo ein neues Leben anzufangen ist es allemal nicht. Aber ärgerlich ist es.

CC BY-SA 3.0 DE
Inhalte auf raphabreyer.de stehen i.d.R. unter freier Lizenz (Näheres im Impressum ). Der Artikel „Das Tor nach Nordamerika“ (Text) steht unter der CC BY-SA 3.0 DE Lizenz. Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Rapha Breyer.

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