Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fairer Handel

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Kauf dich nicht frei!

Wir können uns alles kaufen. Zumindest im Durchschnitt sind wir Deutschen so reich wie kaum Menschen in anderen Ländern. In unserem marktwirtschaftlichen System heißt das, dass wir die Freiheit leben können, selbst zu entscheiden, welches Produkt oder welche Dienstleistung wir haben wollen. Fast alles von dem, was wir glauben zu brauchen damit wir glücklich sind, gibt’s im Laden an der Ecke, im Kaufhaus oder im Internet. Das ist die große Freiheit des Konsumierens. Aber es gibt im Konsum keine Freiheit ohne Verantwortung. Nicht nur Bundespräsident Joachim Gauck weißt immer wieder auf einen Fakt hin: Mit jeder Freiheit geht auch eine Verantwortung einher. Mit allem was wir tun können, sollen wir auch daran denken, was das Anderen antut. Wir können inzwischen wissen, was unser Konsum in anderen Teilen der Welt anrichtet und wir haben die finanziellen Möglichkeiten im Zweifel auch „bessere“ Produkte zu kaufen oder es einfach zu lassen. Nehmen wir ein Beispiel: Bananen. Bananen sind in Deutschland das günstigste Obst. Was verrückt klingt, wo die gelben Dinger doch meist in Südamerika wachsen, hat mit dem …

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Fairtrade und Qualität

Es fühlt sich ein bisschen so an, wie es für Sisyphus gewesen sein muss: Gebetsmühlenartig muss ich Fakten wiederholen, die im Diskurs nicht ankommen. Der Stein des Fairen Handels rollt immer kurz vor der Erkenntnis wieder ins Tal der Unwissenheit. Immer wieder wird der Faire Handel von Themen überlagert, die einfach nicht dazu gehören. War es vor einiger Zeit der Unterschied von Fairem Handel zum Direkthandel, so ist es jetzt der Faire Handel und die Qualität. Schon die Überschrift des Artikels von Axel Hansen bei Zeitonline zeigt Unkenntnis und Ignoranz. „Das Geschäft mit dem schlechten Geschmack.“ Wer als Kaffeehändler Kaffee in schlechter Qualität kauft, macht seinen Job nicht gut. Dabei ist es unerheblich, wo er diesen kauft oder von wem. Ob er nach Fairhandels-Kriterien kauft oder gleich Fairtrade zertifiziert, ist dabei ebenso egal. Nun aber dem Fairen Handel zuzuschreiben, dass dieser schlechte Qualität fördert, ist dreist und wird  leider oft von Unternehmen vorgebracht, die sich gegen ein Mitwirken am Fairtrade System entschieden haben und so apologetisch versuchen ihre Entscheidung zu begründen. Die Zeit schlägt mit …

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Die Kritik am Fairen Handel

Nach Zeit Online und dem Spiegel (ausführlicher Nr.41/2014, S.68) schreibt nun auch das Enorm Magazin über Fairen Handeln und im speziellen über kleine Firmen, die Nachhaltigkeit und fairen Handel neu definieren wollen. Der Artikel von Kathrin Hollmer lobt die Transparenz und die Innovationskraft dieser Unternehmen. Zwischen den Zeilen werden aber vor allem die Mechanismen des Fairen Handels als ziemlich wirkungslos und intransparent gebrandmarkt. Der direkte Handel mit Rohstoffen und Zwischenprodukten ist ein großer Schritt, der in seiner Radikalität viele Vorteile hat und vor wenigen Jahren noch weitaus schwieriger war. Weniger Zwischenhändler sind eingebunden und so können größere Gewinnmargen erwirtschaftet werden, die auch kleinen Unternehmen eine Existenz sichern können. Es bleibt auch mehr Geld, welches direkt an die Kaffeebauern weitergegeben werden kann. Kann, aber nicht muss. Die Vertreterin von Green Cup Coffee, einem Tochterunternehmen von MyMuesli, spricht davon, dass ihre Bohnen fair gehandelt seien und ein Preis bezahlt werde, „der über dem Weltmarkt und Fairtrade-Niveau liegt“. Wenn dem so ist, dann ist das eine gute Sache. Die interessante Zusatzinformation dazu: Dies ist für guten Kaffee nichts besonders …

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Fairtrade Conference und Fairtrade Award 2014 – groß und klein bewegen sich

Berlin. Ellington Hotel. Es ist 19.00 und die Awards werden verliehen. Als der Bundesentwicklungsminister die Laudatio für die Zweitplatzierten hält, stelle ich irgendwann fest, dass er uns mit seinen Ausführungen nicht meinen kann. Der dritte Platz ist schon verkündet, also können wir nur gewonnen haben. Mein Puls rast trotzdem, als der Minister zum ersten Preis übergeht. Kurz darauf stehen wir auf der Bühne. Anke Engelke lädt Stefan quasi auf ihr Zimmer ein. Blumen. Photos. Später Tanzen. Den ganzen Tag standen andere im Mittelpunkt. Große Handelskonzerne und Hersteller – wir sind ein sehr kleines Licht im Feuerwerk der Großen bei der International Fairtrade Conference. Es ist aber schön zu sehen, dass inzwischen auch große Marken wie Rewe und Ferrero wirkliche Veränderung betreiben und mehr zum Thema „Faire Arbeitsbedingungen“ in der Kakaoindustrie beitragen wollen. Das ist auch dringend notwendig meint Dr. Auma Obama, die mit ihrer Stiftung „Sauti Kuu“ dazu beiträgt, dass junge Menschen in Kenia selbstbewusst in eine eigenständige Zukunft gehen können. „Aus Fairtrade muss Realtrade werden“, appelliert sie immer wieder. Es geht nicht um Almosen, sondern …