Alle Artikel in: Medien

Scoutside 2013

There is no instant gratification, but it pays dividends – @scoutingireland auf Twitter

Über Twitter habe ich mich ein bisschen umgeschaut, wie andere europäische PfadfinderInnenverbände ihre Öffentlichkeitsarbeit strukturieren und wie sie dort gemanaged wird. Schnell bin ich dabei auf die Accounts von Scouting Ireland gestoßen. Nach ein paar Wochen hatte ich den Eindruck, dass es ein schönes Erlebnis für Kinder und Jugendliche ist, dort bei den Pfadfindern zu sein. Ich hatte Bilder von Lagern und Fahrten gesehen, von politischem Engagement bei der Dublin Pride, von Versammlungen und Gruppenstunden. Wäre ich ein 14 jähriger Ire, würde ich da sofort mitmachen. Aber es passiert ja nicht einfach so, dass ich diesen Eindruck haben konnte. Es stehen immer engagierte Menschen und clevere Konzepte hinter solchen Eindrücken. Um das herauszufinden habe ich gemeinsam mit Fabian Felbick von Halstuchgeschichten ein Interview mit Mark Hardiman geführt. Er ist im Communications Team von Scouting Ireland ehrenamtlich tätig, betreut mit anderen den Twitterkanal und schläft gerne in Hängematten. Hier das ganze Interview. „There is no instant gratification, in setting it up, you have to put the time in, but it pays dividends. I think we are …

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Freie Wege für freie Verbreitung – Creative Commons Lizenzen in der Jugendverbandsarbeit

Wenn man eine Botschaft in die Welt bringen möchte, sollte man sich vorher überlegen, was und wer erreicht werden soll und mit welchem Ziel. Wer ist meine Zielgruppe? Welches Thema will ich besetzen? Auf Grundlage der Antworten auf diese Fragen müssen nicht nur Form und Verbreitungsweg, sondern auch die rechtlichen Grundlagen festgelegt werden. Dabei tun sich auch Jugendverbände in Zeiten des digitalen Wandels manchmal schwer. Warum eigentlich? Bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gibt es, wie in anderen Jugendverbänden auch, eine Herausforderung. Seit Jahren werden gute Bildungsmaterialien erarbeitet, aber seit es möglich ist, genauer nachzuhalten, bei wem sie eigentlich in welcher Zahl ankommen, ist klar: Das meiste wird für eine kleine überschaubare Gruppe produziert.  So zumindest meine Informationen. Manche Bücher, die in den letzten Jahren aufgelegt wurden, sind nur knapp mehr als 100 Mal pro Jahr verkauft worden. Arbeitshilfen werden selten nachbestellt, Downloadzahlen sind oft übersichtlich. Eigentlich verwunderlich, wo doch die Themen der letzten Jahre durchaus in größeren Kreisen diskutiert werden und ein Interesse bei den Leuten im Verband und darüber hinaus wecken sollten. Themen …

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Her mit den Infos!

Die Diskussion bei Hart aber Fair hat es mal wieder gezeigt. Die Frage danach wie es mit der Textilindustrie weiter gehen soll scheitert an fehlenden Informationen. Niemand kann glaubhalft vermitteln was faire Kleidung kostet. Die meisten Informationen sind interessensgeleitet. Der Verlierer ist der Verbraucher, der nichts richtig machen kann – und deshalb das macht was er immer macht. Ein Kommentar. Sind es nun 10 Cent oder 20? Oder doch ein ganzer Euro? Sehr unterschiedliche Aussagen gibt es darüber wie viel ein Shirt mehr kosten muss um ordentliche Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Seriöse Berechnungen gibt es nicht. Alles basiert auf Halbwissen und ist fehlerbehaftet. PR Agenturen rechnen es hoch, die Kampagne für Saubere Kleidung rechnet es runter. Jeder darf glauben was er will. Falsch ist beides. Beim Konsumenten bleibt: „Am Preis erkenne ich ethisch korrekt produzierte Shirts nicht!” Nun kommen die Kritiker, die wegen der schlechten Informationslage leichtes Spiel haben: „Kann ich mir sicher sein, wenn ich ein bisschen mehr bezahle, dass die Textilien dann fair sind?“ Nein sagen alle. Höherer Preis heißt nicht fairere Arbeitsbedingungen. Damit ist …

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Fairtrade Conference und Fairtrade Award 2014 – groß und klein bewegen sich

Berlin. Ellington Hotel. Es ist 19.00 und die Awards werden verliehen. Als der Bundesentwicklungsminister die Laudatio für die Zweitplatzierten hält, stelle ich irgendwann fest, dass er uns mit seinen Ausführungen nicht meinen kann. Der dritte Platz ist schon verkündet, also können wir nur gewonnen haben. Mein Puls rast trotzdem, als der Minister zum ersten Preis übergeht. Kurz darauf stehen wir auf der Bühne. Anke Engelke lädt Stefan quasi auf ihr Zimmer ein. Blumen. Photos. Später Tanzen. Den ganzen Tag standen andere im Mittelpunkt. Große Handelskonzerne und Hersteller – wir sind ein sehr kleines Licht im Feuerwerk der Großen bei der International Fairtrade Conference. Es ist aber schön zu sehen, dass inzwischen auch große Marken wie Rewe und Ferrero wirkliche Veränderung betreiben und mehr zum Thema „Faire Arbeitsbedingungen“ in der Kakaoindustrie beitragen wollen. Das ist auch dringend notwendig meint Dr. Auma Obama, die mit ihrer Stiftung „Sauti Kuu“ dazu beiträgt, dass junge Menschen in Kenia selbstbewusst in eine eigenständige Zukunft gehen können. „Aus Fairtrade muss Realtrade werden“, appelliert sie immer wieder. Es geht nicht um Almosen, sondern …

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Ehrenamt und Freiwilligendienst bei ZDF Login

Am Ende werden sich beide falsch verstanden gefühlt haben. Prof. Stefan Selke, da es so wirken konnte, als wolle er freiwillig engagierten ihr Ehrenamt verbieten und Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl (CSU), da sie die Substituierung von Pflegefachkräften durch ungelernte und unterbezahlte Freiwillige zu verteidigen schien. Das kann niemand so zufriedenstellen. Hier die ganze Sendung in der ZDF Mediathek anschauen. Beide hatten einen anderen Punkt den sie bei der ZDF Login Sendung zur Geltung bringen wollten: Prof. Selke sprach sich dagegen aus, dass qualifizierte Jobs im Aufgabenbereichen des Staates in durch sozialen Druck unfreiwillige Freiwilligenstellen umgewandelt werden. Dagmar Wöhrl wollte dafür werben, dass ehrenamtliche Tätigkeiten der soziale Kitt der Gesellschaft sind und gefördert werden müssen. Beides legitime Punkte, denen ich auch persönlich zustimmen kann. Leider sprachen die beiden im Eifer des Rededuells total an einander vorbei. Diese Verdichtung und auch Unruhe bringt bei ZDF Login immer wieder gute Erkenntnisse. Dadurch unterscheidet sich das leider in die unöffentliche Ecke des öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbannte Sendung von gebetsmühlenartig vorgetragenen und vorbereiteten Statements die bei Jauch und Co zu hören sind. Moderator …

Die BDKJ Hauptversammlung 2012

Ich habe heute spontan versucht die Hauptversammlung des Bundes der deutschen katholischen Jugend mit Storify anhand ihres social media Outputs nachzuerzählen. Dabei bediente ich mich aller Tweets mit dem Hashtag #bdkjhv, des BDKJ Posterous-Blogs, sowie der frei über Flickr verfügbaren Bilder. Dies ist ein Test, ob es schon genug rauschen im Online-Blätterwald gibt, um eine solche Veranstaltung, ohne dabei gewesen zu sein, zu verstehen und zusammen zu fassen. Deshalb freue ich mich über jegliche Art der Rückmeldung. Aber schaut es euch zuerst einmal an.

Moritz Meyer: Beruflich Filmen und privat Fußball spielen

Vor ein paar Tagen hatte ich die Möglichkeit mit Moritz Meyer, dem mobilen Journalisten der Rhein-Zeitung, in Mainz zu sprechen. Er bearbeitet tagtäglich Themen von lokalem Interesse und erstellt dazu Videos, Texte und Bilderstrecken. Ich wollte von Ihm wissen, wie sich sein Arbeiten durch die Personalisierung im Journalismus ändert. Natürlich mit einem perspektivischen Blick in die Zukunft. Um die Grenze zwischen beruflich und privat auszutesten, redete ich mit ihm natürlich auch über Fußball. Links: Moritz Meyers´ Blog: www.take56.de Bei Twitter: @RZDer_Mo Die Rheinzeitung im Netz und bei Twitter. Moritz´ Mannschaft der Bunten Liga Rheinhessen:  CF Millonarios Maguncia 02 Zur vollständigen Information muss ich noch hinzufügen, dass die Millonarios Maguncia das letzte Ligaspiel nur unentschieden gespielt haben. Die Meisterschaft ist noch offen.

Das Internet vergisst nicht – Deshalb muss der Mensch denken

Technologie birgt immer Gefahren. Die Gefahren, dass die Menschen nicht wissen, wie mit ihnen umzugehen ist und das sie deshalb nicht darauf achten welche Auswirkungen ihr umgang damit auslösen kann. Diese Erfahrung macht in einer natürlich unreflektierten Art und Weise der pubertierende Schüler Jakob in „Homevideo“ (Zu sehen in der ARD Mediathek). Er filmt sich in seiner Verliebtheit beim onanieren und gesteht seinem Schwarm Hanna seine Liebe als Videotagebuch. Als seine Mitschüler die Kamera über seine Mutter ausleihen und die Clips finden, nimmt das Unheil für Jakob seinen Lauf, dessen vorläufiges Ende im Jahre 2011 zwangsläufig erscheint: Das Video landet im Netz und Jakob wird zur Lachnummer der ganzen Schule. Die Eltern in der Klassenkonferenz schwimmen zwischen persönlichen und gesetzlichen Lösungsvorschlägen, kommen aber nicht weiter. Sobald es ein bisschen Grundlegender wird, wird darauf verwiesen, dass dies ja eher ein Thema für die Feuilletons zu sein scheint. Alle Vorschläge von Jakobs Vater, der Polizist ist, gehen auch am Kern des Problems vorbei. Gerichtliche Verfahren wegen Nötigung oder Erpressung stellen die Reputation des jungen Mannes ebenso nicht …

Zierpflanzen, Zeitung, Zufälle

Ich sitze im Bus in den USA und lese in meiner Twitter-Timeline. Die Rheinzeitung verlost für ihren 10000. Follower einen Besuch der Bundesgartenschau in Koblenz mit Anreise, Übernachtung und Besuch in der Redaktion. Ich habe nichts zu tun und mache mit. 20 Minuten später bin ich der glückliche Gewinner. Diese moderne Welt… Ende April war ich dann in Koblenz. Zuerst die Redaktion besuchen und mich mit Marcus Schwarze unterhalten. Abends nur noch ein entspanntes Bier um am nächsten Tag fit zu sein und die Buga anzuschauen.