Jahr: 2011

2011 in zehn Kategorien

Es war ein turbulentes Jahr dieses 2011. Vor allem für mich persönlich. Viel neues, viel vertrautes und vor allem viel spannendes. Ich habe mir gerade überlegt, was denn so meine Highlights waren. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit hier mein Ranking. 1.    Lieder des Jahres Bon Iver – Minnesota Sicherlich das von mir meistgehörte Lied 2011. Oft im Zug auf der Fahrt vorbei an Sonnenuntergängen und durch Nebelwälder. We invented Paris – Iceberg Eine Band damals noch ohne Album. Entspannt und energiegeladen. Schöne Zusammenstellung auch in verschiedenen Versionen. 2.    Sendung des Jahres Bauerfeind (3sat/ZDF.Kultur) Hier das Weihnachtsspecial in der ZDF Mediathek. Keine andere Sendung hat mir in diesem Jahr gezeigt wie ungezwungen und dennoch informativ Interviewfernsehen sein kann. Inhaltlich spannend, menschlich, mit Einblick in Produktion und Hintergrund.  Danke Katrin. 3.    Berg des Jahres Schauinsland Hier die Smartrunner Strecke. Kein anderer Berg musste dieses Jahr meine Anwesenheit öfter ertragen. Schöner Anstieg, 11km, 800 Höhenmeter. Gleichmäßig und angenehm. 4.    Location des Jahres House oft the Solid Dudes Hier der Foursquare Login. Meine Unterkunft in Philadelphia in welcher drei Jungs …

Moritz Meyer: Beruflich Filmen und privat Fußball spielen

Vor ein paar Tagen hatte ich die Möglichkeit mit Moritz Meyer, dem mobilen Journalisten der Rhein-Zeitung, in Mainz zu sprechen. Er bearbeitet tagtäglich Themen von lokalem Interesse und erstellt dazu Videos, Texte und Bilderstrecken. Ich wollte von Ihm wissen, wie sich sein Arbeiten durch die Personalisierung im Journalismus ändert. Natürlich mit einem perspektivischen Blick in die Zukunft. Um die Grenze zwischen beruflich und privat auszutesten, redete ich mit ihm natürlich auch über Fußball. Links: Moritz Meyers´ Blog: www.take56.de Bei Twitter: @RZDer_Mo Die Rheinzeitung im Netz und bei Twitter. Moritz´ Mannschaft der Bunten Liga Rheinhessen:  CF Millonarios Maguncia 02 Zur vollständigen Information muss ich noch hinzufügen, dass die Millonarios Maguncia das letzte Ligaspiel nur unentschieden gespielt haben. Die Meisterschaft ist noch offen.

Das Internet vergisst nicht – Deshalb muss der Mensch denken

Technologie birgt immer Gefahren. Die Gefahren, dass die Menschen nicht wissen, wie mit ihnen umzugehen ist und das sie deshalb nicht darauf achten welche Auswirkungen ihr umgang damit auslösen kann. Diese Erfahrung macht in einer natürlich unreflektierten Art und Weise der pubertierende Schüler Jakob in „Homevideo“ (Zu sehen in der ARD Mediathek). Er filmt sich in seiner Verliebtheit beim onanieren und gesteht seinem Schwarm Hanna seine Liebe als Videotagebuch. Als seine Mitschüler die Kamera über seine Mutter ausleihen und die Clips finden, nimmt das Unheil für Jakob seinen Lauf, dessen vorläufiges Ende im Jahre 2011 zwangsläufig erscheint: Das Video landet im Netz und Jakob wird zur Lachnummer der ganzen Schule. Die Eltern in der Klassenkonferenz schwimmen zwischen persönlichen und gesetzlichen Lösungsvorschlägen, kommen aber nicht weiter. Sobald es ein bisschen Grundlegender wird, wird darauf verwiesen, dass dies ja eher ein Thema für die Feuilletons zu sein scheint. Alle Vorschläge von Jakobs Vater, der Polizist ist, gehen auch am Kern des Problems vorbei. Gerichtliche Verfahren wegen Nötigung oder Erpressung stellen die Reputation des jungen Mannes ebenso nicht …

Fünf Minuten Arbeit für 3000 Euro!

Zurzeit gibt es bei der ING-Diba eine Aktion die sich DiBaDu und dein Verein nennt. Auf einer Plattform kann jeder seinen Verein vorstellen und Stimmen dafür Sammeln. Die 1000 Vereine mit den meisten Stimmen bekommen jeweils 1000 Euro. Aus! Fertig! Das ist natürlich eine Marketingaktion. Natürlich hoffen die Macher dieser Aktion, dass die Diba als soziales Unternehmen angesehen wird. Was sind bei einem positiven Markenimage schon 1.000.000 Euro Marketingkosten? Darüber kann man denken was man will, aber eins geht gar nicht: So eine Chance nicht zu nutzen! Leider sind die meisten Aktionen der Pfadfinder und der Jugendarbeit allgemein ziemlich weit hinten. Angesichts der Mitgliederzahlen und der Reichweite die wir haben finde ich das sehr enttäuschend. Aber noch ist Zeit das zu ändern. Ich habe 375 Freunde bei Facebook. Jeder von denen hat sicher nochmal 50 andere Freunde. Jede Person hat 3 Stimmen bei der Aktion. Das macht überschlagen 50.000 Stimmen. Um die Top1000 zu kommen müssten 2000 Stimmen locker ausreichen. Wenn also nur jeder 25. mitmacht, bekommen wir 1000 Euro. Ich fände es cool, wenn …

The Day of the Athlete

In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel Material gesammelt aus dem ich ein paar schöne Clips machen will. Leider hat mich die Technik soweit im Stich gelassen, dass der Output eher gering war. Nun habe ich mich mit Adobe Premiere auf friedliche Koexistenz geeinigt. Das Ergebnis ist immerhin, dass die technische Qualität der Videos meiner Meinung nach besser wird. Zu sehen ist das in „The Day of the Athlete“. Dafür habe ich meinen Freund Flo bei seinem Rennen begleitet. Aber seht und urteilt selbst.

Von Currywurst-Journalismus und schneeschippenden Marken

Vor zwei Wochen traf ich mich in Dortmund mit dem Leiter der Stadtredaktion Dortmund der Ruhrnachrichten Philipp Ostrop. Ich wollte wissen, wie es im Pott mit dem Lokaljournalismus weiter geht. Wie Crossmedial weitergedacht wird und wie Social Media den Arbeitsalltag in der Redaktion verändert. Natürlich habe ich auch ein Geschenk mitgebracht. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=q_Ro1z1qxzo[/youtube]

Woodbadgekurse: Tolle Ausbildung – die leider nicht stattfindet

In meinen Bewerbungen gebe ich immer an, dass ich in der DPSG meine Leiterausbildung abgeschlossen habe und nun selber junge Erwachsene ausbilde. Darauf bin ich stolz. Leiter in der DPSG lernen viel über Aufsichtspflicht, Recht, Pädagogik und Finanzen. Am meisten lernen sie allerdings über sich selber. Sie lernen ihre Grenzen kennen und zu respektieren, sie lernen zu reflektieren, auf sich selber zu achten und gemeinsam in der Gruppe Entscheidungen zu treffen, die sie selbst auch zufrieden stellen. Die Lernplattform dafür ist der Woodbadgekurs. Das ist eine klasse Ausbildung die ihresgleichen sucht. Auch im Berufsleben sind mir immer wieder fähige, aufgeweckte und gute Leute über den Weg gelaufen bei denen es mich nicht wunderte, als ich herausfand, dass sie Georgspfadfinder sind. So weit, so gradios! Das Problem ist allerdings, dass diese Woodbadgekurse immer wieder ausfallen. Ehrenamtliche Leitungskräfte bereiten monatelang vor und das Ergebnis ist: Absage. Für mich kann dies drei Gründe haben: 1.    Bei der Planung und Ausschreibung läuft etwas schief. 2.    Die Leiter in der DPSG haben kein Interesse an Ausbildung. 3.    Die DPSG kümmert …

Gamification in der DPSG – Jugendverband am Puls der Zeit

Den Anfang machte eine Schnappsidee von @wwwchrisde, nur ohne Alkohol: Wie wäre es eigentlich mit einem Tippspiel zur DPSG Bundesversammlung? Jeder soll versuchen so gut wie möglich vorher zu sagen wie die Anträge in Lübeck abgestimmt werden. Ich fand die Idee reizvoll und meldet Chris zurück, dass ich gerne mithelfen würde. Nachdem die technische Seite eher nicht meine Stärke ist, überlegte ich mir wie man ein faires Spieldesign machen könnte, mit welchem man auch bei geänderten oder zurückgezogenen Anträgen einen gerechten Spielablauf garantieren kann. Dann noch schnell ein paar einleitende Worte schreiben und nicht mal 24 Stunden nach der ersten Idee war das DPSG BV Tippspiel online.

Zierpflanzen, Zeitung, Zufälle

Ich sitze im Bus in den USA und lese in meiner Twitter-Timeline. Die Rheinzeitung verlost für ihren 10000. Follower einen Besuch der Bundesgartenschau in Koblenz mit Anreise, Übernachtung und Besuch in der Redaktion. Ich habe nichts zu tun und mache mit. 20 Minuten später bin ich der glückliche Gewinner. Diese moderne Welt… Ende April war ich dann in Koblenz. Zuerst die Redaktion besuchen und mich mit Marcus Schwarze unterhalten. Abends nur noch ein entspanntes Bier um am nächsten Tag fit zu sein und die Buga anzuschauen. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=bnF0leyeCHE[/youtube]

Was reitet Dina Foxx?

Dina Foxx ist Datagrrl, die Vorzeigefrau der Datenschützer von freidaten.org. Ein bisschen Marusha, ein bisschen Verona Poth, aber mit einer ernsten Stimme, welche die nicht minder ernste Botschaft übermittelt: Pass auf deine Daten auf! Da erfährt der Zuseher von „Wer rettet Dina Foxx?“ jedoch erst nachdem sie festgenommen wurde und nun mit einem Anwalt über ihre Anklage spricht. Ihr wird vorgeworfen, sie habe ihren Freund und Arbeitskollegen Vasco umgebracht. Die Beweislast ist erdrückend, der Erziehungsaufwand des ZDF ebenfalls. In nur 50 Minuten will es die Zuschauer nicht nur an die Geschichte binden, sondern den User später im wahrsten Sinne des Wortes in die Geschichte hinein ziehen. Ganz zu schweigen von der Vermittlung des kritischen Datenproduzierens. Auf der Plattform freidaten.org soll er im Schwarm mit den Anderen an der Lösung des Rätzels arbeiten, drei Wochen lang. Die Reihe derer die ein Motiv haben könnten ist lang, aber lohnt es sich Dina Foxx zu retten?