Alle Artikel mit dem Schlagwort: Reise

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Wo jedes Shirt beginnt.

Der Weg zurück zum Ursprung unserer Lieferkette brachte mich die letzten Tage nach Titilagarh in den östlichen Bundesstaat Orissa. Hier produziert die Pratima Organic Grower Group die Fairtrade zertifizierte Biobaumwolle für die Shirts von 3FREUNDE. O rissa ist ein landwirtschaftlich geprägter Bundesstaat in dem der wirtschaftliche Erfolg sehr vom Monsunregen abhängt. Baumwolle ist für die Bauern oftmals die einzige Geldeinnahmequelle, eine Cash Crop. Wenn der Monsum zu spät kommt, so ist das Wachstum der Baumwolle gefährdet und es bleibt nur der geringe Ertrag aus den Gemüsesorten die später angebaut werden. Dank dem Einsatz von Biobaumwolle ist wenigstens das möglich und eine klassische Fruchtfolge machbar. Auf Feldern mit Baumwolle im konventionellen Anbau wächst durch den Einsatz von Pestiziden nichts als Baumwolle. Meine Reise startet mitten in der Nacht in Raipur, der nächst größeren Stadt, und führt mich nach 5 Stunden Autofahrt in ein kleines Dorf. Fast alle hier bauen Baumwolle an. Es gibt zwei Anbaugruppen in denen sich die Farmer gegenseitig unterstützen. Die eine besteht aus Frauen das Dorfes, die Andere aus Männern. Wie Stefan im Bericht …

Das gute Gefühl

Gestern um 6 Uhr abends lief ich die 187. Straße über die St Nicolas Ave. Die Sonne stand sehr tief, erhellte aber noch die oberen Stockwerke der Gebäude und spendete ein bisschen Wärme. Ich hatte mir gerade einen Salat und eine Flasche Wasser gekauft und war auf dem Weg nach Hause. Nach Hause  in das Apartment von Ashanti, bei dem ich gerade wohne. Ohne dies bewusst zu tun dachte ich über meine Situation nach. Es war ein bisschen unwirklich, aber ich fühlte mich gerade sehr entspannt und zufrieden. In diesem Moment fühlte es sich gut und richtig an was ich gerade mache. Das war vor allem vor dem Hintergrund ein schönes Gefühl, da ich mich vor einer Woche ganz und gar nicht so gefühlt hatte. Ich zweifelte daran, was der Sinn und Zweck dieser USA Reise sein sollte und vor allem auch, was danach kommt. Diese Fragen waren zwar nicht beantwortet, spielten aber einfach keine Rolle.

NYC –The City that never sleeps (Ich bin nicht New York)

Schön, dass manche Städte keinen Schlaf benötigen, aber ich schon. Die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit war meine erste Herausforderung hier. Ich kann euch sagen: Schlussendlich hat es geklappt, wenn auch erst nach 2 Tagen, und ich kann euch nun ausgeschlafen von meinen ersten Eindrücken berichten. Zum ersten Mal hatte ich einen Anflug von Panik zwei Stunden vor der Landung hier. Was mache ich da eigentlich? Ich weiß ja noch nicht mal wie ich vom Flughafen in die Stadt komme. Wenn ich das herausgefunden habe, weiß ich noch nicht einmal wo ich schlafen werde. Als nächstes dachte ich mir: Na gut, ist jetzt sowieso zu spät, mache ich nächstes Mal anders.

Der Amerikaner – Ein unbekanntes Wesen.

Einfach wird es einem ja nicht gerade leicht gemacht die Amerikaner zu lieben. Manchmal dumme Repräsentanten, völlig unnötige Gesetze, extreme Beispiele an Körperkult. Das ist das Bild, welches bei mir oft ankommt. Die vereinfachte Vorstellung, wie die Amerikaner und damit Amerika so sind: dumm, oberflächlich, konsumorientiert, entweder übertrieben auf ihr äußeres achtend oder unglaublich dick, religiös fanatisch und sonst nur einem verfallen: dem Konsum. Sie kaufen Häuser auf Pump, wollen immer die besten sein und in ihren Augen sind sie es auch. Moral ist wichtig, Doppelmoral die Regel, Doppelwopper auch. Schublade auf, Amerikaner rein, Schublade zu.