USA
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Der Amerikaner – Ein unbekanntes Wesen.

Einfach wird es einem ja nicht gerade leicht gemacht die Amerikaner zu lieben. Manchmal dumme Repräsentanten, völlig unnötige Gesetze, extreme Beispiele an Körperkult. Das ist das Bild, welches bei mir oft ankommt. Die vereinfachte Vorstellung, wie die Amerikaner und damit Amerika so sind: dumm, oberflächlich, konsumorientiert, entweder übertrieben auf ihr äußeres achtend oder unglaublich dick, religiös fanatisch und sonst nur einem verfallen: dem Konsum. Sie kaufen Häuser auf Pump, wollen immer die besten sein und in ihren Augen sind sie es auch. Moral ist wichtig, Doppelmoral die Regel, Doppelwopper auch. Schublade auf, Amerikaner rein, Schublade zu.

Natürlich ist das völliger Quatsch und „den Amerikaner“ an sich gibt es sowieso nicht. Ein gewisses Bild prägt sich aber auch ein. Natürlich kenne ich auch den ein oder anderen Amerikaner. In Heidelberg gab es einige, in Ruanda auch. Aber das sind ja die, die es aus dem Land raus geschafft haben, deren Horizont weiter geht als „Wir, die Kanadier, die Mexikaner, der Rest und nochmal wir.“

Da ich nun ein bisschen Zeit habe, dachte ich mir, dass es gut wäre mir mal ein eigenes Bild zu machen. Mal schauen was so dran ist. Blinde können nicht über Farben sprechen, Nichtwähler sollten nicht über Politik meckern und ich sollte mich nicht über Amerika auslassen.

Deswegen fliege ich von Mitte März bis Mitte April in die USA um dort zu schauen was am Inhalt meiner Schublade so dran ist.

Um der pauschalisierten Kritik der Pauschalisierung gleich entgegen zu wirken: Natürlich weiß ich dann nicht alles über jeden Amerikaner, natürlich sind vier Wochen nicht so lange, natürlich ist die Auswahl der Orte in welche ich gehe willkürlich, natürlich werde ich dort auch nicht mit repräsentativen Menschen sprechen können, natürlich kann ich danach keine abschließende Meinung haben. Aber es ist ein Anfang.

Die Entscheidung war also: Wo hin und was machen? Nachdem ich ja eher an den Menschen als an den zweifellos vielen tollen Landschaften interessiert bin und mich ein bisschen auf ein Gebiet konzentrieren muss habe ich mich entschieden, nach New York zu fliegen und  von Chicago aus wieder auszureisen. Das bedeutet das Gebiet meiner Reise wird die Ostküste sein.

Ich dachte mir, dass es am einfachsten sein würde Menschen kennen zu lernen, wenn ich sie über eine Ecke schon kenne. Also kürzer: Wenn sie Menschen kennen die ich kenne. Noch kürzer: Wenn ihr jemand kennt.

Das ist dann auch der Plan: Ich suche Menschen in den USA bei denen ich ein paar Tage mit wohnen kann und die Lust haben dabei mit mir über Amerika und mein Amerikabild zu sprechen. Das Ganze ist weder in eine bestimmte Form gepresst, noch ist der Inhalt vorgegeben. Ich würde allerdings gerne dazu jeweils einen Videoblog machen.

Das ist nämlich der zweite Grund für die Reise: Ich filme gerne und erzähle Geschichten in bewegten Bildern. Leider bin ich, freundlich formuliert, ein Lernender in diesem Bereich. Ich werde mich also mit ein wenig Ausrüstung auf den Weg machen und schauen, was so draus wird.

Jetzt der Aufruf:

Kennst du jemand, der in den USA an der Ostküste wohnt, dem du es zumuten würdest mich ein paar Tage zu beherbergen?

Welche Orte sollte ich auf dieser Tour nicht verpassen und warum?

Nachdem ich absolut kein Amerika-Experte bin, bin ich über jeden Tipp dankbar. Außerdem ist ja noch reichlich Zeit: Ich fliege erst in knapp drei Wochen. 😉

rapha

gerne auch per Mail mail (bei) raphabreyer.de

CC BY-SA 3.0 DE
Inhalte auf raphabreyer.de stehen i.d.R. unter freier Lizenz (Näheres im Impressum ). Der Artikel „Der Amerikaner – Ein unbekanntes Wesen.“ (Text) steht unter der CC BY-SA 3.0 DE Lizenz. Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Rapha Breyer.

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